Herr Buff gibt einen Einblick in die Arbeitsergebnisse der Bürgerwerkstatt


Bürgerinformation und Bürgerwerkstatt

Die Bürgerinformation, die am 03. Mai 2010 im Konzert- und Kongresszentrum Harmonie stattgefunden hat, diente dazu die Heilbronner Bürgerinnen und Bürger über die beiden Projekte Bundesgartenschau und Neckarbogen zu informieren und die Bürgerwerkstatt am 10.05.2010 inhaltlich vorzubereiten.

Herr Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach erklärte, dass es zwar noch 9 Jahre bis zur Eröffnung der BUGA 2019 sein werden, und dass das neue Stadtviertel Neckarbogen noch Jahrzehnte bis zur Fertigstellung vor sich hat, aber schon heute werden die Weichen für ein Projekt gestellt, dass für alle Heilbronner wichtig sein wird und von dem die folgenden Generationen profitieren werden.

Herr Bürgermeister Wilfried Hajek informierte über den Sachstand Neckarbogen und BUGA 2019. In der Machbarkeitsstudie von 2003 wurde die Basis für die weiteren Planungen geschaffen. Sie war die Grundlage für die Wiederentdeckung der Neckarufer, für die Stadtvernähung (Vernetzung der Stadtteile mit der Kernstadt) und für die Stadtreparatur. Heilbronn legte bereits hier fest, die Mitte zu entwickeln und den Neckar zu stärken.  Er verdeutlichte, dass die BUGA Heilbronn 2019 die umfangreiche städtebauliche Entwicklung nicht nur antreibt, sondern darüber hinaus auch das Stadtmarketing unterstützt, private Investitionen mobilisiert und das „Wir-Gefühl“ fördert. Die BUGA 2019 wird Heilbronn ins Scheinwerferlicht rücken und Aushängeschild für die Stadt Heilbronn sein.

Herr Sandner, Vorsitzender der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, gab einen Exkurs  zu Gartenschauen und deren Beitrag zur urbanen Lebensqualität. Gartenschauen werden nach den Ergebnissen der Besucherbefragungen zwar hauptsächlich wegen der Pflanzenthemen besucht, vergangene Schauen wie Hamburg, Stuttgart und Schwerin zeigen aber, dass die Begleiteffekte von nachhaltigem Nutzen sind. Herr Sandner wies darauf hin, dass:

Gartenschauen Auslöser sind für

■ Stadt- und Regionalentwicklung

■ Quartiersentwicklung und Wohnumfeldverbesserung

■ Sport-, Spiel- und Freizeitinfrastruktur

■ Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen

Gartenschauen fördern

■ Entwicklung von Brachflächen und industriellen Folgelandschaften

■ Konversionsmaßnahmen

■ Renaturierung und Naturschutz

■ Gartendenkmalpflege

■ Tourismusentwicklung

■ Effekte für Regionalwirtschaft und Arbeitsmarkt

■ Touristische Nachfrage

■ Regionale Kooperationen

■ Kulturelle Identität

Herr Prof. Schreiber vom Büro schreiberplan erläuterte in seinem Vortrag das Verfahren zum freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb. Er führte mit einem bebilderten Rundgang in das Wettbewerbsgebiet und dessen Besonderheiten ein. Der Wettbewerb ist als zweiphasiges Verfahren angelegt. Die erste Phase ist offen, jeder Planer kann sich daran beteiligen. Für die zweite Phase werden bis zu 20 Büros ausgewählt, die ihre Ideen dann weiter vertiefen, Details entwickeln und Kosten zusammenstellen. Sowohl die Daueranlagen als auch die temporären Flächen sind Gegenstand des freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs.

Vor Beginn der Bürgerwerkstatt, die am 10. Mai 2010 in der experimenta stattgefunden hat, wurden zwei geführte Spaziergänge über das künftige BUGA-Gelände angeboten, die fachlich vom Grünflächenamt begleitet wurden. Dabei wurden den Teilnehmern vor Ort die aktuellen planerischen Überlegungen zum Gebiet erläutert.

Herr Bürgermeister Wilfried Hajek setzte das Startsignal zur aktiven Arbeitsphase gegen 18:00 Uhr. Er  machte nochmal deutlich, dass das Wettbewerbsergebnis nur so gut sein kann wie die Aufgabenstellung und es deshalb wichtig ist, dass sich die Bürgerinnen und Bürger Heilbronns als künftige Nutzer, vielleicht auch als zukünftige Bewohner des Neckarbogens, frühzeitig in die Überlegungen einbringen können.

In einer offenen Arbeitsweise, angelehnt an die Methode „Worldcafé“, konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an fünf Stationen immer wieder mit anderen Teilnehmer auseinander setzen und austauschen. An jeder Station stand ein Moderator oder eine Moderatorin, die die Ideen zum jeweiligen Thema festgehalten haben. Die positiven Impulse wurden als Hinweise und Anregungen notiert. Achtungszeichen und Vorbehalte sollen auf Punkte hin weisen, die aus der Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besonders zu berücksichtigen sind.

Die Themenfelder der einzelnen Arbeitsstationen umfassten:

■ Station: Fluss und Wasser

■ Station: Gartengestaltung und Vegetation

■ Station: Kunst und Kultur

■ Station: Stadt und Natur

■ Station: Sport, Freizeit und Erholung

In einer guten Arbeitsatmosphäre wurden faszinierende, umfangreiche Ideen und Anregungen, aber auch Vorbehalte und Achtungszeichen gesammelt, die in die Auslobung des Realisierungswettbewerbes zur BUGA Heilbronn 2019 eingebunden wurden.

Eine wichtige Anregung der Bürgerwerkstatt war: Die Bundesgartenschau in Heilbronn sollte „aus dem Rahmen fallen“, sie sollte aber auch nach Heilbronn und zu Heilbronn passen.

Weitere Informationen zu beiden Veranstaltungen, interessante Werkstatteindrücke und alle Arbeitsergebnisse der Bürgerinnen und Bürger können der Dokumentation entnommen werden:

Bundesgartenschau Heilbronn 2019 – Bürgerinformation und Bürgerwerkstatt.