Übersichtsplan zur Ausbreitung des potenziellen Gartenschaugeländes mit den Zonen 1 bis 4


Wettbewerbsaufgabe

Anlass und Ziel

Mit der Durchführung der Bundesgartenschau im Jahr 2019 möchte die Stadt Heilbronn ihre Bewohner und Besucher ermuntern, ihre mannigfaltigen bestehenden und künftigen ureigenen Facetten zu entdecken und zu erleben.

Die Landesgartenschau 1985, die den Wertwiesenpark hervorbrachte, hatte effektvolle Akzente für die Lebensqualität und Attraktivität der Gesamtstadt gesetzt. Im Stadtbild wurde aber die geringe Erlebbarkeit des Neckars zum Defizit, was im Flussabschnitt zwischen Altstadt, Hauptbahnhof und Industriegebiet seit 1997 mit der Realisierung des Neckarparks in kleinen wohlüberlegten Schritten behoben wird.

Ein „weißer Fleck“ im Herzen der Stadt, ein ehemaliges Bahngelände auf der „Großen Neckarinsel“ und im Böckinger Bahnbogen, gab den Anlass einen neuen urbanen Stadtraum, den „Neckarbogen“ (ehemaliger Arbeitstitel: Neckarvorstadt), zu entwickeln. Zugleich sollen die Kernstadt mit den Stadtteilen im Westen sowie vorhandene Parkanlagen über Grünverbindungen zu einem Ganzen verbunden und die Qualitäten der Flussläufe betont werden. Im Zusammenspiel mit der BUGA soll die weitreichende Stadtentwicklung verwirklicht werden. Mit diesen Zielen erhielt Heilbronn 2005 den Zuschlag für die BUGA 2019. Mit der Durchführung des städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Masterplan Neckarvorstadt“ und Erarbeitung des städtebaulichen Rahmenplans für das neue Stadtquartier „Neckarbogen“ sind die ersten Weichen gestellt.

Die BUGA soll dazu beitragen die zentralen Teilbereiche – Neckarpark, „Neckarbogen“, Böckingen, Theresienwiese, Frankenstadion – in einen größeren Zusammenhang zu bringen, miteinander zu vernetzen und dort attraktive und gehaltvolle Grün-, Freizeit- und Sportflächen für die Heilbronner zu schaffen. Dabei sollen sich Kerngedanken wie Naturnähe, Nachhaltigkeit , Perspektiven der Ökologie und Zukunftsfähigkeit in innovativen Parkräumen, neugedachten pflanzlichen und baustofflichen Inhalten und im Pflegeaufwand der Anlagen wiederspiegeln.

Der Wettbewerb soll in erster Linie Lösungen für die dauerhafte Nutzung und Ausformung neuer Freiflächen hervorbringen. Dabei sollen die besonderen Qualitäten der jeweiligen Teilbereiche herausgearbeitet werden, die es den Orten ermöglicht ihren eigenen Charakter zu entfalten. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Gartenschau als gärtnerische Leistungsschau. Es sind Grundzüge eines individuellen Ausstellungskonzeptes zu erarbeiten, das sich harmonisch in die Gesamtkonzeption der Daueranlagen einfügt.

Die 1. Phase des Wettbewerbs soll eine möglichst große Vielfalt an grundsätzlichen Ideen und Vorstellungen zur Formulierung der Freiräume in der neuen Stadtlandschaft ergeben. Zur 2. Phase des Wettbewerbs werden daraus bis zu 20 Teilnehmer ermittelt, deren Vorschläge vom Preisgericht als innovativ, authentisch und wirtschaftlich eingeschätzt wurden.

Der Anspruch der Stadt Heilbronn ist es, eine visionäre Bundesgartenschau mit Heilbronner Identität durchzuführen. Erwartet wird eine intensive Auseinandersetzung mit den Zukunftsthemen der Stadt. Es sollen Parktypologien und Stadtqualitäten entwickelt werden, die nachhaltig die Leistungsfähigkeit von Natur und Landschaft garantieren und gleichzeitig den sich ändernden gesellschaftlichen Anforderungen und Möglichkeiten entsprechen.

Das Wettbewerbsgebiet

Die BUGA wird im Kernbereich der Stadt auf voraussichtlich einer Fläche von rund 70 Hektar stattfinden. Auf einem durchgängigen Rundweg soll der Gartenschaubesucher durch das abwechslungsreiche Gelände (die 4 Wettbewerbszonen) geleitet werden. Gleichzeitig soll es möglich sein, per Boot oder Schiff auf dem Altneckar und dem Neckarkanal das Gelände der BUGA zu erleben.

Das Wettbewerbsgebiet, das den Altneckar und den Neckarkanal umschließt, gliedert sich in vier Zonen:

Zone 1:
Der Neckarpark mit dem Heilbronner-Innovations-Park (HIP)

Zone 2:
Das neue Stadtquartier "Neckarbogen"

Zone 3:
Böckingen "Neue Mitte", Bahnbogen und Ortsrand Böckingen-Süd

Zone 4:
Die Theresienwiese, das Frankenstadion und der Wertwiesenpark